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Social Engineering-Test: Effektive Sicherheitsüberprüfung mit der Swiss Infosec AG

10/2024 – Fachartikel Swiss Infosec AG

Einleitung: Die wachsende Bedrohung durch Social Engineering

Social Engineering hat sich zu einer der grössten Bedrohungen im Bereich der Informationssicherheit entwickelt. Während Unternehmen zunehmend in technische Schutzmassnahmen wie Firewalls, Verschlüsselung und Authentifizierungssysteme investieren, wird oft übersehen, dass menschliche Schwachstellen weiterhin eine erhebliche Gefahr darstellen. Angreifer nutzen psychologische Manipulationstechniken, um Mitarbeitende dazu zu bringen, sicherheitsrelevante Informationen preiszugeben oder ihnen unbewusst Zugang zu gewähren.

Ein besonders effektiver Ansatz, um diese Risiken zu bewerten und zu minimieren, ist eine Überprüfung durch simuliertes Social Engineering. Dieser Service, angeboten von der Swiss Infosec AG, simuliert reale Angriffsversuche direkt in den Geschäftsräumen eines Unternehmens, um Schwachstellen in der physischen und organisatorischen Sicherheit aufzudecken.

Was ist ein Social Engineering-Test?

Ein Social Engineering-Test ist eine spezialisierte Form des Penetrationstests, bei der unsere Experten in realen Umgebungen Angriffe simulieren. Ziel ist es, zu überprüfen, wie anfällig Mitarbeitende, Prozesse und physische Sicherheitsmassnahmen gegenüber Manipulationsversuchen sind. Dabei nutzen unsere Experten verschiedene Taktiken, um Zugang zu vertraulichen Informationen oder geschützten Bereichen zu erhalten, ohne technische Mittel einzusetzen.

Die Angriffe können unter anderem folgende Szenarien umfassen:

  • Tailgating: Der/Die Angreifende folgt einem Mitarbeitenden durch eine gesicherte Tür, ohne selbst Zugang zu haben.
  • Pretexting: Der/Die Angreifende gibt sich als Lieferant/in, Techniker/in oder andere vertrauenswürdige Person aus, um in das Gebäude zu gelangen.
  • Baiting: Manipulierte Geräte, wie USB-Sticks, werden gezielt in der Nähe von Mitarbeitenden platziert, um sie zum Gebrauch zu verleiten.
  • Impersonation: Unsere Experten versuchen, durch Täuschung sensible Informationen von Mitarbeitenden zu erlangen.

Diese realitätsnahen Tests decken oft überraschende Schwachstellen auf, die in der täglichen Arbeit nicht erkannt werden.

Der Mehrwert von Social Engineering-Tests

1. Erkennen von Sicherheitslücken

Ein Social Engineering-Test kann verdeckte Schwachstellen aufdecken, die weder durch technische noch durch organisatorische Schutzmassnahmen direkt erkennbar sind. Unsere Experten testen die Widerstandsfähigkeit der Mitarbeitenden und die Effektivität der physischen Sicherheitsmassnahmen, indem sie reale Angriffe simulieren, die das Unternehmen betreffen könnten.

2. Schulungsbedarf identifizieren

Die Ergebnisse dieser Tests liefern wertvolle Informationen darüber, wie gut Mitarbeitende auf potenzielle Angriffe vorbereitet sind. Wenn Angestellte beispielsweise unbekannte Personen unbeabsichtigt in gesicherte Bereiche lassen oder sensible Informationen ohne ausreichende Verifizierung preisgeben, zeigt dies deutlich den Bedarf an zusätzlichen Schulungen oder Anpassungen der Sicherheitsrichtlinien.

3. Verbesserung der physischen Sicherheit

Neben dem Verhalten der Mitarbeitenden prüfen wir auch die physischen Sicherheitsvorkehrungen des Unternehmens. Schwachstellen wie unzureichend gesicherte Türen, fehlende Zugangskontrollen oder mangelnde Überwachung können von Angreifern ausgenutzt werden. Durch unsere Tests können solche Lücken gezielt aufgedeckt und behoben werden.

4. Sensibilisierung der Mitarbeitenden

Ein direkter Vor-Ort-Test schafft Bewusstsein bei den Mitarbeitenden. Wenn diese sehen, wie leicht jemand unbefugt Zugang erlangen kann oder wie schnell Informationen preisgegeben werden, steigt das Verständnis für Sicherheitsrisiken. Dies stärkt die Sicherheitskultur im gesamten Unternehmen und führt zu einer nachhaltig höheren Wachsamkeit.

Wie läuft ein Social Engineering-Test ab?

Die Durchführung eines Social Engineering-Tests erfolgt in enger Abstimmung mit dem Unternehmen. Hier sind die typischen Schritte, die wir gemeinsam mit unseren Kunden durchlaufen:

1. Planung und Zieldefinition

Im ersten Schritt besprechen wir mit dem Unternehmen die Ziele des Tests. Welche Informationen oder Bereiche sollen besonders geschützt werden? Auf Basis dieser Ziele entwickeln wir massgeschneiderte Szenarien. Zusätzlich zur Zieldefinition ist es entscheidend, in dieser Phase auch die vertraglichen Rahmenbedingungen zu klären. Da einige der geplanten Überprüfungen potenziell strafrechtlich relevante Handlungen umfassen, benötigen wir einen rechtsgültigen Vertrag, der von beiden Seiten unterzeichnet wird. Dieser Vertrag bestätigt, dass wir im Auftrag des Unternehmens handeln.

2. Durchführung des Tests

Unsere Sicherheitsexperten führen den geplanten Angriff in einer realen Umgebung durch. Dies kann beispielsweise den Versuch umfassen, physisch in das Gebäude einzudringen, durch Täuschung Zugriff zu erhalten oder Mitarbeitende zur Herausgabe von Informationen zu verleiten. Ziel ist es, die Resilienz des gesamten Sicherheitssystems unter realen Bedingungen zu testen, um aufzuzeigen, wo potenzielle Schwachstellen liegen und wie gut das Unternehmen gegen unterschiedliche Bedrohungen gewappnet ist. Es geht nicht um die Überprüfung des einzelnen Mitarbeitenden.

3. Analyse und Auswertung

Nach dem Test analysieren wir die Ergebnisse und bewerten, wie erfolgreich die Tests waren. Wir dokumentieren, welche Schwachstellen ausgenutzt wurden und wo das Unternehmen besonders gefährdet ist.

4. Rückmeldung und Massnahmenempfehlungen

Anhand der Ergebnisse erstellen wir einen detaillierten Bericht, der sowohl die Schwachstellen als auch konkrete Handlungsempfehlungen enthält. Diese Empfehlungen helfen dem Unternehmen, seine Sicherheitsmassnahmen gezielt zu verbessern und zukünftige Angriffe abzuwehren.

Maturitätsstufen der Überprüfung

Im Rahmen der Sicherheitsüberprüfungen wird simuliertes Social Engineering als die anspruchsvollste und praxisnächste Methode angesehen.

Wir stellen dies in einem vierstufigen Maturitätsmodell dar:

  • Maturitätsstufe 1: Dokumentenprüfung – Eine Überprüfung der vorhandenen Sicherheitsdokumentationen, um sicherzustellen, dass die vorgeschriebenen Verfahren und Richtlinien vorhanden und korrekt sind.
  • Maturitätsstufe 2: Interviews – Der Abgleich zwischen dokumentierten Prozessen und den tatsächlichen Aussagen der Mitarbeitenden in strukturierten Interviews.
  • Maturitätsstufe 3: Vor-Ort-Besichtigung – Eine direkte Überprüfung vor Ort, die Begehungen, physische Inspektionen und Konsolentests umfasst, um zu prüfen, ob die dokumentierten Sicherheitsmassnahmen auch in der Praxis umgesetzt werden.
  • Maturitätsstufe 4: Simuliertes Social Engineering – Diese höchste Stufe der Überprüfung beinhaltet den Einsatz sogenannter „freundlicher Angreifer“, die mittels Simulation versuchen, Mitarbeitende zur Preisgabe vertraulicher Informationen zu bewegen, unberechtigten Zutritt zu sensiblen Bereichen zu erlangen oder unerlaubte Handlungen auszuführen.

Ein wichtiger Bestandteil der Sicherheitsstrategie

In einer Zeit, in der Angreifer immer raffiniertere Methoden entwickeln, um Unternehmen zu schädigen, reicht es nicht mehr aus, nur auf technische Sicherheitslösungen zu vertrauen. Der Mensch bleibt eine der grössten Schwachstellen in der Sicherheitsarchitektur eines Unternehmens. Mit unserem Social Engineering-Service unterstützen wir Sie dabei, Ihre Sicherheitsstrategie zu stärken und die Resilienz Ihrer Organisation gegen diese Angriffsform deutlich zu verbessern.
Die Swiss Infosec AG bietet Ihnen massgeschneiderte Lösungen, um Schwachstellen im menschlichen Verhalten sowie in den physischen Sicherheitsmassnahmen zu identifizieren und proaktiv zu beseitigen. Unsere erfahrenen Sicherheitsexperten helfen Ihnen, Angriffe frühzeitig zu erkennen und abzuwehren, bevor sie Ihrem Unternehmen Schaden zufügen können.

Fazit: Sicherheit durch Praxisnähe

Simuliertes Social Engineering ist eine der effektivsten Methoden, um menschliches Verhalten und physische Sicherheitslücken realistisch zu testen. Durch simulierte Bedrohungen erkennen Unternehmen Schwachstellen und können gezielt Massnahmen ergreifen, um ihre Sicherheit zu stärken und das Vertrauen von Mitarbeitenden und Kunden zu festigen.


Kontaktieren Sie uns und erfahren Sie in einem unverbindlichen Beratungsgespräch, was unsere Spezialistinnen und Spezialisten in Sachen Social Engineering für Sie tun können: +41 41 984 12 12, infosec@infosec.ch

Swiss Infosec AG; 21.10.2024
Kompetenzzentrum Consulting


Awareness: mehr als nur eLearning

Über das richtige Verhalten im Umgang mit Informationen

09/2024 – Fachartikel Swiss Infosec AG

In der modernen Cybersecurity-Landschaft ist das menschliche Verhalten ein entscheidender Faktor für die Sicherheit eines Unternehmens. Technologische Schutzmassnahmen allein reichen nicht aus, um gegen die vielfältigen und stetig wachsenden Bedrohungen gewappnet zu sein. Viele erfolgreiche Angriffe zielen direkt auf die Mitarbeitenden ab, indem sie menschliche Schwächen und fehlendes Sicherheitsbewusstsein ausnutzen. Phishing-Angriffe, Social Engineering und andere Manipulationstechniken sind darauf ausgelegt, Mitarbeitende zu täuschen und Sicherheitslücken zu öffnen.

Deshalb ist die Sensibilisierung der Mitarbeitenden unerlässlich. Sie schärft das Bewusstsein der Mitarbeitenden für potenzielle Bedrohungen und vermittelt ihnen das Wissen und die Fähigkeiten, um sicherheitsbewusste Entscheidungen zu treffen. Indem sie erkennen, wie Angreifer vorgehen und welche Sicherheitsmassnahmen sie ergreifen müssen, können Mitarbeitende aktiv dazu beitragen, das Unternehmen vor Cyberbedrohungen zu schützen. Kurz gesagt: Der Faktor Mensch ist oft das schwächste Glied in der Sicherheitskette, doch durch gezielte Awareness-Massnahmen kann er zur stärksten Verteidigungslinie werden.

Es gibt umfassende Awareness-Dienstleistungen, die weit über traditionelle eLearning-Programme hinausgehen und darauf abzielen, das Bewusstsein für Sicherheitsrisiken zu schärfen und das richtige Verhalten im Umgang mit Informationen zu fördern.

Awareness-Plattformen

Effektive Awareness-Plattformen können das Engagement der Mitarbeitenden signifikant steigern. Eine solche Plattform ist eine digitale Lösung, die es ermöglicht, verschiedene Inhalte wie interaktive Lernmodule, regelmässige Updates, Gamification-Elemente, Phishing-Simulationen, Lernvideos, usw. zentral zu verwalten und bereitzustellen, welche das Lernen spannend und relevant halten. Durch die gezielte Auswahl und Implementierung einer solchen Plattform können Unternehmen sicherstellen, dass ihre Mitarbeitenden aktiv in das Thema Informationssicherheit eingebunden werden.

Awareness-Kampagnen

Gezielte Awareness-Kampagnen, die auf die spezifischen Bedürfnisse eines Unternehmens abgestimmt sind, tragen massgeblich zur nachhaltigen Steigerung des Sicherheitsbewusstseins bei. Die Kampagnen nutzen verschiedene Kommunikationskanäle wie E-Mail-Newsletter und Plakatkampagnen, um kontinuierlich zu sensibilisieren und sicherzustellen, dass die Botschaften klar und einprägsam sind.

Phishing-Simulationen

Phishing ist eine Methode, bei der Angreifer versuchen, sensible Informationen wie Passwörter, Kreditkartendaten oder andere persönliche Daten von Personen zu stehlen, indem sie sich als vertrauenswürdige Quellen ausgeben. Daher sind Phishing-Simulationen per E-Mail, SMS und Telefon wirksame Methoden, um die Reaktionsfähigkeit der Mitarbeitenden zu testen und ihre Fähigkeit zur Erkennung und Abwehr von Phishing-Angriffen zu verbessern. Auch Simulationen von Deepfake- und USB-Stick-Angriffen bieten wertvolle Erkenntnisse und fördern ein tiefgehendes Verständnis der Bedrohungslage.

Social Engineering und Live Hacking

Social Engineering-Tests und Live Hacking Sessions bieten praxisnahe Einblicke in die Methoden von Angreifern und helfen, Schwachstellen im Sicherheitsnetz eines Unternehmens aufzudecken. Diese Massnahmen erhöhen das Bewusstsein der Mitarbeitenden für die Gefahren des Social Engineerings und Phishings, indem sie live demonstrieren, wie Angreifer vorgehen.

Interaktive Awareness-Referate und Keynotes

Interaktive Referate und Keynotes, insbesondere zu aktuellen Themen wie Deepfakes, bieten eine spannende und informative Einführung in die Informationssicherheit. Diese Veranstaltungen sind darauf ausgelegt, das Interesse und Engagement der Mitarbeitenden zu wecken und das Bewusstsein für aktuelle Bedrohungen zu schärfen. Zudem können Mitarbeitende die Zeit gleich nutzen, um mögliche Fragen zu stellen.

Security Edutainments

Security Edutainments kombinieren Unterhaltung und Wissensvermittlung, wodurch das Thema Informationssicherheit auf ansprechende Weise vermittelt wird. Mit interaktiven Spielen und Simulationen wird Lernen zum Erlebnis, das in Erinnerung bleibt und die Sicherheitsprinzipien nachhaltig im Arbeitsalltag verankert.

Awareness Give-aways und Wettbewerbe

Durch kleine Geschenke und Wettbewerbe kann die Motivation der Mitarbeitenden gesteigert werden, sich kontinuierlich mit dem Thema Informationssicherheit zu beschäftigen. Solche Aktionen unterstützen den Lernprozess auf spielerische Weise und schaffen eine positive Einstellung zur Thematik.

Workshops und Präsenzschulungen

Workshops und Präsenzschulungen richten sich an Führungskräfte, neue Mitarbeitende oder spezifische Gruppen und fördern eine sicherheitsorientierte Unternehmenskultur. Diese Schulungen sensibilisieren die Mitarbeitenden von Anfang an für Informationssicherheit und vermitteln Führungskräften sowie Spezialisten ihre Rolle und Verantwortung.

Beiträge und Publikationen

Regelmässige Beiträge und Publikationen halten das Thema Informationssicherheit im Bewusstsein der Mitarbeitenden präsent und bieten kontinuierliche Lernmöglichkeiten. Aktuelle Artikel, Fallstudien und Whitepapers informieren und motivieren die Mitarbeitenden, ihr Wissen ständig zu erweitern.

Awareness Assessment

Ein umfassendes Awareness Assessment ermöglicht es, den aktuellen Stand des Sicherheitsbewusstseins in einem Unternehmen zu ermitteln und gezielte Verbesserungsmassnahmen zu identifizieren. Regelmässige Assessments helfen, Fortschritte zu messen und sicherzustellen, dass Schulungsprogramme effektiv sind und kontinuierlich verbessert werden.

Awareness Manager as a Service

Ein spezialisierter Awareness Manager kann das Sicherheitsbewusstsein in Ihrem Unternehmen nachhaltig verbessern. Dieser Experte entwickelt und implementiert massgeschneiderte Awareness-Programme, die kontinuierlich an aktuelle Bedrohungslagen angepasst werden. So wird sichergestellt, dass die Sicherheitskultur stets auf dem neuesten Stand ist, sich stetig weiterentwickelt und genügend Gewichtung erhält. Wenn Sie diese Ressource nicht selbst aufbringen können, lohnt es sich, Verstärkung von extern zu holen.

Expertise der Swiss Infosec AG nutzen

Unsere umfassenden Dienstleistungen im Bereich Awareness stellen sicher, dass Ihre Organisation nicht nur auf dem neuesten Stand der Technik bleibt, sondern auch eine starke Sicherheitskultur entwickelt. Kontaktieren Sie uns, um mehr über unsere massgeschneiderten Lösungen zu erfahren und wie wir Ihnen helfen können, die Sicherheitskompetenz Ihrer Mitarbeitenden zu stärken. Unsere pragmatischen Lösungen sind auf die individuellen Gegebenheiten Ihres Unternehmens zugeschnitten und bieten eine effiziente Umsetzung der erforderlichen Sensibilisierungsmassnahmen.

Sind Sie an detaillierteren Informationen interessiert, dann besuchen Sie unsere Themenseite Awareness oder kontaktieren Sie uns direkt für ein unverbindliches Beratungsgespräch.

Swiss Infosec AG; 19.07.2024
Kompetenzzentrum Consulting, +41 41 984 12 12, infosec@infosec.ch


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