Physische Sicherheit: Was muss man heutzutage nicht alles erdulden

Physische Sicherheit: Was muss man heutzutage nicht alles erdulden

Peking bekämpft Klopapierdiebe mit Gesichtserkennung


In Peking haben öffentliche Toiletten ein Problem, nämlich einen immer wieder vorkommenden Diebstahl von Toilettenpapier. Die chinesische Hauptstadt versucht, das Problem mit High-Tech zu lösen: Denn man hat in einigen öffentlichen Orten Maschinen installiert, die per Gesichtserkennung erfassen, wer bereits Klopapier ausgefasst hat.

Diebstahl von Toilettenpapier ist in China und vor allem der Hauptstadt des Landes ein wohl signifikantes Problem: Denn der Klau ist nicht nur ein wirtschaftlicher Faktor, sondern hat auch konkrete und überaus unangenehme Folgen für die Besucher der stillen Orte. Denn was passiert, wenn keines mehr da ist, muss man wohl kaum näher erklären.

Peking versucht nun, diese besonders schmutzige Art der Kriminalität mit moderner Technologie in den Griff zu bekommen. Denn in den Toiletten der Stadt wird das Papier nur noch ausgegeben, wenn man in eine Kamera blickt. Dies erfolgt laut einem Bericht der New York Times beim Betreten des stillen Örtchens. Der Besucher muss sich vor eine Maschine stellen, die sein Gesicht erfasst. Daraufhin werden automatisiert zwei Fuss (61 Zentimeter) an Toilettenpapier ausgegeben. Das System lässt sich nicht austricksen, jedenfalls nicht sofort bzw. von derselben Person.


Denn man muss neun Minuten warten, bis man erneut Papier bekommt, die Sperre erfolgt natürlich über die Erfassung des Besuchers per Gesichtserkennung. Die Lösung wird allerdings kritisiert, allerdings nicht etwa aufgrund von Datenschutzbedenken, sondern weil den meisten die gut 60 Zentimeter Klopapier nicht genug sind.

Wie und ob sich das Experiment für die Stadtverwaltung von Peking rechnet, wird sich erst zeigen, denn man bezahlt pro Klopapier-Automat umgerechnet etwa 680 Euro. Derzeit wird die Lösung getestet und wird noch nicht in der gesamten Stadt installiert, sondern an Orten, an denen die Klopapierverbrecher zuvor besonders aktiv waren.

 

Winfuture.de; Witold Pryjda; 21.03.2017
http://winfuture.de/news,96728.html

Hinweis zur Verwendung von Cookies
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Sie können die Verwendung von Cookies annehmen oder ablehnen. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung