Neugierige Dildos hören mit


Man hat auch gar keine Ruhe mehr

Eine Nutzerin des vernetzten We-Vibe-Vibrators hatte vergangenes Jahr gegen den Hersteller eine Sammelklage eingereicht, nachdem Experten zuvor Sicherheitslücken entdeckt hatten. Die App sammelte nämlich Nutzerdaten und schickte diese an die Server des Herstellers. Darunter befanden sich Aufzeichnungen über Datum und Uhrzeit der Nutzung, über Vibrationsintensität und Vibrationsmuster, alles verknüpft – und das war ein Knackpunkt – mit der registrierten E-Mail-Adresse.

 

Standard Innovation argumentierte, es bräuchte diese Informationen zu Marktforschungszwecken und um das Produkt zu verbessern. Sie würden nicht mit den Stammdaten der Nutzer zusammengeführt. Das Gericht sah das anders und die Sammelklage endete im März mit einem Vergleich: Standard Innovation zahlte den Klägern insgesamt 3,75 Millionen US-Dollar Schadenersatz. Schon zuvor hatte das Unternehmen seine App überarbeitet und den Nutzer die Option gegeben, das Produkt auch gänzlich ohne Datenerfassung zu nutzen.

 

Zeit.de; Eike Kühl; 14.11.2017
http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2017-11/sexspielzeug-vibrator-dildo-app-gehackt/komplettansicht

 

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