Security News

Privacy by Design und by Default Pflicht wegen der DSGVO


Was darf das Smart Home sammeln?

Die Geräte im Smart Home werden immer intelligenter und sammeln immer mehr Daten. Was darf der Hersteller mit ihnen machen? Wir zeigen, wie es um Privatsphäre und Datenschutz im Smart Home bestellt ist.

 

Das Medienecho war gross, als der Chef des US-amerikanischen Staubsaugerherstellers iRobot Corporation, ankündigte, Raumpläne von Wohnungen und Häusern an Dritte weitergeben zu wollen. Raumpläne, die von den Saugrobotern des Unternehmens während der Reinigung erstellt werden, um dem Roboter die Orientierung zu ermöglichen. Die Weitergabe der Daten solle mit Einwilligung der Kunden geschehen. iRobot begründet den Vorschlag unter anderem mit dem Nutzen der Karten für Anbieter von Smart Home-Anwendungen.

 

Zuerst ist zu beachten, dass das geltende Datenschutzrecht nur dann Anwendung findet, wenn es um die Verarbeitung von "personenbezogenen" Daten geht. Dieser Begriff wird in der Praxis sehr weit ausgelegt. Natürlich fallen hierunter etwa der Name oder die E-Mail-Adresse eines Nutzers. Aber auch die IP- oder die MAC-Adresse eines Gerätes können solch personenbezogene Daten darstellen. Anonymisierte Daten hingegen sind vom Anwendungsbereich des Datenschutzrechts ausgenommen. Im konkreten Fall müsste man sich aber die gesammelten Daten genauer ansehen, um so feststellen zu können, was genau gesammelt wird.

 

Das, sowohl in Deutschland als auch in Europa existierende Grundprinzip im Datenschutzrecht lautet: personenbezogene Daten dürfen nicht verarbeitet werden, es sei denn, dass eine Einwilligung vorliegt oder eine gesetzliche Vorschrift den Datenumgang erlaubt. Dieses Prinzip gilt auch für die Datenverarbeitung durch Geräte im Smart Home. So ist es dem Gerätehersteller beispielsweise gesetzlich gestattet, jene personenbezogenen Daten des Kunden zu verarbeiten, die für die richtige Durchführung des Kaufvertrages oder aber für die Erbringung von Dienstleistungen notwendig sind. Wenn es, beispielsweise um die Fernwartung oder -diagnose des smarten Haushaltshelfers geht, kann der Hersteller die hierfür erforderlichen Daten also verwenden.

 

Computerwoche.de; Carlo Piltz: 05.08.2017

https://www.computerwoche.de/a/datenschutz-was-darf-das-smart-home-sammeln,3331320

 

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