ISO 27001/27002
Unternehmen wollen und müssen vermehrt die Einführung aller
erforderlichen IT-Sicherheitsmassnahmen qualifiziert nachweisen.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI),
Deutschland, hat deshalb ein Zertifizierungsschema für den
IT-Grundschutz, basierend auf dem BSI IT-Grundschutzhandbuch erarbeitet,
einem seit Jahren gültigen und vielbeachteten de facto-Standart für
IT-Sicherheit.
Swiss Infosec AG Zertifizierungsdienst
Per 31.1.2002 hat das BSI weltweit die ersten 22
IT-Grundschutz-Auditoren lizenziert, die damit die Erlaubnis erhalten,
IT-Grundschutz-Audits zur Erlangung eines Zertifikats durchzuführen.
Darunter war auch ein Mitarbeiter der Swiss Infosec AG. Mittlererweile
sind drei Mitarbeiter durch das BSI lizenziert worden. Die Swiss Infosec AG bietet ihren Kunden sowohl die Begleitung als auch die
Auditierung als Grundlage für das BSI IT-Grundschutz-Zertifikat an.
Die Gründe für eine Zertifizierung sind vielfältig:
- IT-Dienstleister und Anwender möchten einen vertrauenswürdigen
Nachweis führen, dass sie die Massnahmen nach dem
IT-Grundschutzhandbuch realisiert haben.
- Qualifizierter Nachweis zum Grad der IT-Sicherheit von
Partnerunternehmen und Lieferanten.
- Vor dem Aufschalten einer Netzverbindung soll der Nachweis einer
ausreichenden IT-Sicherheit erbracht werden, damit durch den
Anschluss ans Netz keine untragbaren Risiken entstehen.
- Unternehmen möchten dem Kunden bzw. der Öffentlichkeit
gegenüber ihre Bemühungen um eine ausreichende IT-Sicherheit
deutlich machen.
BSI IT-Grundschutz-Zertifikat
Die realisierten IT-Sicherheitsmassnahmen eines Unternehmen werden
durch einen unabhängigen vom BSI lizenzierten Auditor geprüft. Bei
positivem Ergebnis des Audits wird durch das BSI ein zwei Jahre gültiges
IT-Grundschutz-Zertifikat erteilt. Dieses Zertifikat bestätigt, und
erbringt den Nachweis, dass ein Sicherheitsmanagementsystem etabliert
wurde und dass die erforderlichen baulichen, personellen,
organisatorischen und technischen IT-Grundschutzmassnahmen realisiert
sind. Neben diesem Sicherheitsnachweis können damit auch die für die
IT-Sicherheit getätigten Investitionen für Marketingszwecke genutzt
werden, um das Vertrauen bspw. In E-Commerce-Angebote zu steigern.
Die Einstiegsstufe des Zertifikates (Selbsterklärung I)
Die IT-Grundschutz-Qualifizierung in der Einstiegsstufe wird erreicht,
wenn das Unternehmen die unabdingbaren Standard-Sicherheitsmassnahmen des
IT-Grundschutzhandbuches umgesetzt hat. Die Vorarbeiten und Erhebungen
können durch eigene Mitarbeiter oder durch einen lizenzierten Auditor
erfolgen.
Die Aufbaustufe des Zertifikates (Selbsterklärung II)
Voraussetzung für die Selbsterklärung II ist die Umsetzung der
wichtigsten Standard-Sicherheitsmassnahmen. Die notwendigen Vorarbeiten,
Erhebungen, Erklärungen und Beglaubigungen erfolgen wie bei der
Einstiegsstufe des BSI-Zertifikates.
Publikation der BSI IT-Grundschutz-Zertifikate
Auf der Grundlage des Auditreports entscheidet die
Zertifizierungsstelle über die Vergabe des IT-Grundschutz-Zertifikats.
Diese Zertifikate werden auf dem BSI-Server veröffentlicht. Die
zertifizierten Unternehmen und Behörden erwerben mit dem Zertifikat auch
das Recht, dieses auf ihren Internet Servern, in Publikationen, Formularen
etc. namentlich und in form eines Stempels aufzuführen.
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