Faktor Mensch
Workplace Security – der Mensch als Risiko und Chance zugleich
Unter Workplace Security verstehen wir alle Aspekte der Sicherheit, die an einem Büroarbeitsplatz von Wichtigkeit sein können. Der Mensch ist das schwächste Glied in der Sicherheitskette eines Unternehmens und zugleich stellt er die grösste Chance dar, Sicherheit nachhaltig umzusetzen.
Durch eine praxisorientierte Sicherheitsausbildung am Arbeitsplatz der
Mitarbeitenden, welche in kurzen Sequenzen von 1 bis 2 Stunden in
regelmässigen Abständen von einem halben bis einem Jahr stattfinden,
kann die Sicherheit der Mitarbeitenden drastisch erhöht werden und die
Häufigkeit der Sicherheitsvorfälle stark vermindert werden.

Aus dem Inhalt
Workplace Security befasst sich mit den folgenden Themen:
- Rechte und Pflichten des Arbeitnehmers/Arbeitgebers
- Eigenschaften von Informationen
- Datenschutz
- Weitergabe von Daten
- Informationsschutz / Vertraulichkeit
- Informationssicherheit
- Manipulationen / Benutzerfehler
- Reaktionen auf Vorkommnisse
- Umgang mit PCs und Datenträgern
- Sicheres Löschen von Daten
- Umgang mit Passwörtern
- Virenschutz und Datensicherung
- Secure E-Mail und Internetmassnahmen
- Erkennen von Unregelmässigkeiten
- Gefahren am Arbeitsplatz
- Notfallvorsorge
- Ergonomie (Mensch, Arbeitsplatz, Arbeitsorganisation, Arbeitsinhalt,
Arbeitsumfeld)
- Gesundheitsaspekte (Suchtmittel, Mobbing usw.)
- Verhalten in Notsituationen: Evakuation, Unfall, Brandfall
- Prävention für Nichtbetriebsunfälle
Learning by Doing
Die Sicherheit am Arbeitsplatz geht alle Mitarbeitenden an und muss
deshalb von allen unterstützt und gelebt werden. Nur eingeübte Abläufe
und Handlungen können auch im Notfall korrekt durchgeführt werden. Den
Vorgesetzten kommt dabei eine sehr wichtige Vorbildrolle zu und erspart
manche zusätzliche Instruktion.
Sicherheit wird am Arbeitsort der Mitarbeitenden durch individuell
zugeschnittene Sensibilisierungs- und Awareness-Schulungen am
Effizientesten umgesetzt, denn genau dort passieren die zahlreichen
Vorfälle. Deshalb drängt es sich geradezu auf, die Sicherheitsausbildung
nicht in einem Theoriesaal, sondern am Ort der Gefahrenquelle
durchzuführen und dort entsprechende Situationen zu simulieren. Dies
garantiert einen hohen Realitäts- und Praxisbezug!
Die Ausbildung kann die oben stehenden Themen in unterschiedlicher
Tiefe beinhalten. Verschiedene Lernhilfen wie E-Learning-Programme, Filme,
Broschüren, Plakate, Sicherheitseinrichtungen wie Feuerlöscher,
Löschdecken, Evakuationspläne, Erst-Hilfe-Material, Alarmierungsmittel
usw. können während des Kurses oder als Vor- und Nachbereitung
eingesetzt werden.
Die Ausbildung kann als Erstausbildung in Gruppen von 10 bis 15 Personen
für das gesamte Personal, als Spezialausbildung für die
Sicherheitsverantwortlichen oder für speziell exponierte Mitarbeitende,
für neue Mitarbeitende als Einführung am Arbeitsplatz oder einfach als
Refresher spezifisch auf die jeweiligen Unternehmensbedürfnisse hin
konzipiert werden.
Die meisten durch Mitarbeitende verursachte Vorfälle passieren gemäss
den Unfallstatistiken in den ersten Wochen am neuen Arbeitsplatz, aber
auch nach einigen unfallfreien Jahren, wenn die Routine ihren Einzug
hält! Deshalb ist eine kurze Sicherheitsausbildung mit den wesentlichsten
Inhalten in den ersten Tagen sehr sinnvoll. Jährlich wiederkehrende
Ausbildungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten helfen auch den
Routiniers, das Gelernte zu vertiefen und neue Aspekte der Sicherheit
kennen zu lernen.
Ihr Nutzen
Mit der Durchführung einer Workplace Security-Ausbildung
können die folgenden Zielsetzungen sichergestellt werden:
- Die gesetzlich erforderliche Aus- und Weiterbildung im
Sicherheitsbereich erfüllen
- Fürsorge des Arbeitgebers gegenüber dem Arbeitnehmer leisten
- Kompetenz aller Mitarbeitenden für die verschiedenen Notfälle wie
Bedrohung, Unfall, Brandfall, Evakuation usw. erhöhen
- Risiko eines Vorfalls in den behandelten Themen vermindern
- Notfalleinrichtungen und Sicherheitsbestimmungen am Arbeitsplatz des
Mitarbeitenden praxisnah kennen und anwenden lernen
- Ressourcen im Sicherheitsbereich effizient einsetzen
Die Kosten für die Vorbereitung und Durchführung einer Workplace
Security-Ausbildung sind je nach Anzahl Mitarbeitenden, Anzahl Gebäuden,
Anzahl Spezialkursen, der Menge der eingesetzten Lernhilfen und Aufwand
für die Administration/Organisation der Schulung unterschiedlich
hoch.
Nach einem einmaligen Aufwand für die einzelne Ausbildungssequenz für
die Mitarbeitenden aus einem Gebäude benötigt die Durchführung des
einzelnen Sicherheitskurses jeweils nur eine relativ kurze Vor- und
Nachbereitungszeit. Wenn bspw. 4 Kurse à 2 Stunden für 10-15
Mitarbeitende aus demselben Bereich reihenweise an einem Tag gehalten
werden können, sind die Zwischen- und Wegzeiten relativ klein und der
Ausbildungstag kann optimal genutzt werden.
Die Ausgaben stehen laut den Aussagen unserer bisherigen Kunden in bester
Relation zum nachhaltigen Schutz der Unternehmung durch ihre eigenen
Mitarbeitenden.
Vorgehensmodell
- Individuelle Vorbesprechung; definieren der Inhalte und der
Leistungen seitens des Unternehmens und der Swiss Infosec AG;
Erstellen einer Konzeption für sämtliche Sensibilisierungsmassnahmen
über mehrere Jahre.
- Sichten der internen Weisungen
- Begehung der relevanten Örtlichkeiten (alle Evakuationswege, alle
Räumlichkeiten, Sammelplatz, Standorte der Feuerlöschmittel usw.)
- Ergänzung und Anpassung der gesetzlich geforderten Weisungen
- Vorbereitung der allgemeinen und speziellen Workplace
Security-Ausbildung; inhaltlicher und zeitlicher Verlauf; Aufbereitung
der Lernhilfen
- Organisation / Administration der Schulung (wenn möglich
unternehmensintern)
- Durchführung der Ausbildung
- Führen der Ausbildungskontrolle
- Abschluss-Test (sofern erwünscht), Aufnahme des Feedbacks
- Abschlussbericht
Unfälle sind keine Zufälle!
Technische und bauliche Mängel (Schwachstellen, Planungsfehler,
Abnutzung), Organisationsmängel (Zeitdruck, schlechtes Arbeitsklima,
Überforderung) und menschliche Faktoren (Unaufmerksamkeit,
Bequemlichkeit, Hast, Ermüdung) führen zu Unfällen.
Sicherheitsvorfälle in einem Unternehmen sind jedoch meist keine Zufälle
- vielmehr werden offensichtliche Gefahren nicht oder ungenügend
eliminiert. Das Schicksal darf nicht herausgefordert werden!
Gerade Beinaheunfälle bilden eine unglaubliche Chance, durch
unverzügliches Melden und Kennzeichnen der Gefahr und baldmöglichste
Eliminierung weitere Unfälle zu vermeiden.
Einzelne Gefahren alleine führen meist nicht zu einem Unfall –
vielmehr ist es die Verknüpfung von verschiedenen Umständen, die zu
menschlichem Leid und/oder zu fatalen Situationen finanzieller Art
und/oder zu nicht messbaren Reputationsfolgen für das ganze Unternehmen
führen können.
Viele Unternehmen betrachten sich nicht als sonderlich bedroht resp.
verkennen die lauernden Gefahren. Deshalb werden leider oft erst nach
einem Vorfall die notwendigen Massnahmen ergriffen, nachdem die Schuldigen
jeweils rasch betitelt sind. Zwar ist nicht jedes Unternehmen, bzw. jede
Branche von denselben Gefährdungen gleichermassen betroffen - deshalb
erarbeiten wir zusammen mit den Verantwortlichen individuell realistische
Szenarien.
Gemäss den Unfallstatistiken sind im Büro- und Verwaltungsbereich
Nichtbetriebsunfälle viel häufiger als Unfälle am Arbeitsplatz. Auch
solche Unfälle sind nicht einfach Zufälle. Der Arbeitgeber kann auch
einiges zur Unfallverhütung in der Freizeit beitragen, was sich
unweigerlich positiv auf die Absenzen der Mitarbeitende auswirkt.
Unternehmensweite Massnahmen/Hilfsmittel
Die folgenden organisatorischen Massnahmen sind unternehmensweit
einzuführen resp. aufzubauen. Die Unternehmung ist sicherheitsmässig so
stark wie ihr schwächstes Glied. Deshalb ist es wichtig, dass möglichst
alle Mitarbeitenden ausgebildet werden und die entsprechenden Materialien
in allen Bereichen vorhanden sind.
- Für eine nachhaltige Workplace Security empfiehlt es sich, pro
Abteilung resp. Gebäudeteil Security-Verantwortliche zu bestimmen.
Diese Sicherheitsverantwortlichen verfügen über vertieftere
Kenntnisse, arbeiten eng mit dem unternehmensweiten
Sicherheitsverantwortlichen resp. den Sicherheitsverantwortlichen für
die IT, Gebäude, Umwelt, Information- und Datenschutz usw. zusammen,
unterstützen ihre Kolleginnen und Kollegen bei der täglichen
Umsetzung der Sicherheitsrichtlinien, sind für die Einführung neuer
resp. temporärer Mitarbeitenden an ihrem Arbeitsplatz für den
Bereich Sicherheit zuständig und übernehmen in Notsituationen (bspw.
Evakuation, Unfällen) die Führung in ihrem Bereich.
- Für die diversen Vorfälle ist eine umfassende Alarm- und
Meldeorganisation aufzubauen. Hierzu sind entsprechende Mittel wie
Lautsprecheranlagen oder Megaphone, Feuerlöscher, Löschdecken,
Erst-Hilfe-Material zu beschaffen. Im Weitern ist eine Meldezentrale
zu schaffen, welche die entsprechenden Vorfälle entgegen nehmen und
entsprechende Massnahmen wirkungsvoll einleiten kann.
- Um den Ausbildungsstand bei den Mitarbeitenden überprüfen zu
können empfiehlt es sich, durch den Sicherheitsverantwortlichen eine
diesbezügliche Ausbildungskontrolle zu führen. Dabei sind die
temporären und externen Mitarbeitenden nicht zu vergessen.
- Für die Unterstützung der praxisorientierten Ausbildung sind alle
vorhanden Regeln in einem Katalog zusammen zu fassen (ev. Einsatz des
Baseline-Tools). Die gültigen Merkblätter, Plakate,
Evakuationspläne, Standorte von Feuerlöschmitteln usw. sind zu
dokumentieren und wenn möglich webbasierend abzubilden.
- Mit einer systematischen Erfassung sämtlicher Absenzen erhält der
Arbeitgeber ein wirkungsvolles Führungsinstrument. Absenzdaten
ermöglichen den Aufbau eines Zielsetzungs- und Controllingprozesses
und bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Wiedereingliederung
und eine gezielte Prophylaxe.
Referenzen
Wir durften bereits für eine Reihe namhafter mittlerer und grosser
Unternehmungen in der Schweiz Awareness- und
Sensibilisierungskampagnen im Bereich Workplace Security durchführen.
Referenzen auf Anfrage. |